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Categories: Garten

Auch wenn Gabionen, die Gabionenwand oder der Gabionenzaun sich immer weiter in unsere Lebensbereiche vortasten, wissen wir doch eigentlich nur, dass es sich um Metallkörbe handelt, die mit Steinen gefüllt sind, richtig? Daher ist es wichtig, dass wir uns einmal näher mit diesem Phänomen befassen. Nur so können wir die Gesamtheit der Faszination, die die Gabionen ausstrahlen erfassen.

Gabionen – Materialkunde

stones-207880_640(15)Schauen wir ein wenig in die Zeit zurück, so finden wir die Gabionen bereits im Mittelalter vor. Zu dieser Zeit waren sie noch aus Weiden geflochten und wurden als sogenannte Schanzkörbe eingesetzt. Waren sie in der damaligen Zeit ausschließlich mit Sand oder Dung gefüllt, so variiert das Füllmaterial heutzutage: Sand, Steine, Kiesel, Muttererde und Beet – es kommt auf den Aufstellungsgrund an, mit welchem Material die Füllung vorgenommen wurde.

Die Füllung selber kann sich bei Gabionen auch stark voneinander unterscheiden. Wie auch im Mittelalter gibt es auch heute noch viele Gabionen, in die das Füllmaterial „nur“ hineingeschüttet wurde. Somit werden diese Elemente keine optischen Preise erzielen, aber dennoch ihren Zweck erfüllen. Wer jedoch auf Optik Wert legt bei seiner Gabionenwand oder dem Gabionenzaun, muss zumindest an der vorderste Steinlage selber Hand anlegen bzw. anlegen lassen.

Ist beispielsweise das Legen eines Musters gefragt, so ist dieser Vorgang sogar unumgänglich. In den hinteren Lagen kann dann auch gerne wieder geschüttet werden, wenn dies gewünscht ist. Natürlich sind „handgelegte“ Gabionen wesentlich kostenintensiver als geschüttete. Dennoch ist die Optik natürlich gerade bei einem Gabionenzaun ein sehr wichtiges Kriterium.

Doch zurück zum Material: Heute werden nur noch Gabionen aus Stahl, die zur „Lebensverlängerung“ mit einer Zink-Aluminium-Versiegelung versehen werden, eingesetzt. In Weinbergen ist es mittlerweile eine Kostenfrage, ob eingestürzte Trockenmauern traditionell oder mit Hilfe von Gabionen ersetzt werden sollen. Die gängigen Größen belaufen sich von 0,25 m³ bis 4 m³. Dies ist der Grund, warum sie sich so unterschiedlich einsetzen lassen.

Hat man noch vor nicht allzu vielen Jahren sich die Gabionen und separat die Füllung liefern lassen müssen, kann dies heute kombiniert werden. Die befüllten Gabionen sind derart gepackt, dass ein Nachsacken nicht mehr möglich ist. Allerdings können sie aufgrund des Gewichts nur auf frei zugänglichen Standorten abgesetzt bzw. aufgeschichtet werden. Daher ist nach wie vor vieles per Muskelkraft zu erledigen.

Was gehört zu einer Gabione?

Zum einen gehören natürlich die einzelnen Gitter zu einer Gabione. Diese werden mit Hilfe von Verbindungsspiralen gehalten. Wird der Gitterkorb an einer Wand aufgestellt, kann er mit einem Wanddistanzhalter in der korrekten Position gehalten werden. Ist aufgrund einer besonderen Konstruktion eine Distanz zwischen den Körben zu halten, kann dies mit regulären Distanzhaltern kontrolliert werden.

Gabionen, sei es als Gabionenwand oder Gabionenzaun, eignen sich sowohl im Privaten als auch auf öffentlichen Anlagen wunderbar, um die unterschiedlichsten Rankpflanzen daran emporwachsen zu lassen. Diese können durch ihre Blütenpracht die Umgebung in ein Farbenmeer tauchen.